Präsentieren und Vortragen – aber richtig!

Wann haben Sie die letzte gute Präsentation besucht? Oder anders gefragt: wie bewerten Sie das zuletzt gesehene Referat? Ich habe kürzlich wieder in einer Fachpräsentation gesessen und habe nach 10 Minuten den Saal verlassen und das persönliche Gespräch mit einem Berufskollegen vorgezogen. Warum? Die Referenten waren schlecht vorbereitet, wussten nicht so richtig was sie erzählen sollen, vieles wurde abgelesen von den Folien, kein roter Faden und zum eigentlichen Thema wurde nicht Neues gesagt. Die Zeit war mir zu schade.

Der Vortrag wird nicht als erfolgreich taxiert nur weil Sie ein modernes Präsentationsprogramm einsetzen. Dieses hilft zwar einigen Vortragspunkten mehr Gewicht zu verleihen, aber ausschlaggebend für den Erfolg ist die Person und deren positive Einstellung zum Vortragsthema, den Zuhörern und der eigenen Person.

Sie sind gut!

Die ersten Minuten Ihrer Präsentation entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Trotz sorgfältiger Vorbereitung können Sie nur vermuten, wie Ihr Vortrag ankommt und wie das Publikum reagiert. Auch der Faktor Nervosität trägt noch seinen Teil dazu bei.

Glücklicherweise können Sie dagegen etwas unternehmen. Sie können einen Probevortrag halten, um den Umgang mit der Technik zu üben und ein Zeitgefühl für die Länge des Vortrages zu entwickeln. Zum einen hilft Übung und zum anderen eine gute und Vorbreitung. Das heisst keinesfalls den Text auswendig lernen denn das inhaltliche ist für den Erfolg oft nur zweitranging. Der Inhalt sollte jedoch so vertraut sein, dass auch ohne Hilfsmittel frei gesprochen werden kann.

Ein gewisses Mass an Lampenfieber ist normal!

Nur wer innerlich genug ‚geladen’ ist, besitzt die entsprechende Dynamik und das Durchstehvermögen für einen überzeugenden Vortrag. Erfahrene Redner suchen deshalb nach Möglichkeiten ihre Energie abzulassen und positiv einzusetzen. Sie wechseln geschickt den Standort, setzen unterstützende Gestik ein oder suchen früh das Gespräch mit dem Publikum.

Publikum taxiert schnell!

Während der ersten Sätze läuft in den Köpfen der Zuhörer eine Schnelltaxierung ab. Wer ist das? Hat er genügend Kompetenz für dieses Thema? Kommt es spannen rüber? Der erste Eindruck sollte daher möglichst positiv ausfallen.

Präsentation lebt durch Dramaturgie!

Herzstück für eine gelungene Präsentation ist eine spannende Dramaturgie. Sie werden keine einschlafenden Zuhörer haben, wenn Sie während der Präsentation gezielt den Standort wechseln. Die Begrüssung und Einleitung kann frei stehend vor dem Projektor stattfinden und danach treten Sie zur Seite, damit die Zuhörer die Charts auf der Leinwand problemlos sehen können. Während der laufenden Computerpräsentation kann ein Whiteboard oder Flipchart benutzt werden um wichtige Punkte detailliert beschreiben zu können. Nützlicher Nebeneffekt: Inhalte, die live und schrittweise entwickelt werden, bleiben besser im Langzeitgedächtnis der Zuhörer haften als fertige Farbfolien, die einfach gezeigt werden. Zudem wird der Vortrag automatisch entschleunigt.

Theorie mit der Praxis verbinden!

Das Publikum schenkt Ihnen bei jeder Präsentation ein kostbares Gut: ihre Zeit. Sie werden dann ihre Ausführungen aufmerksam und wohlwollend begleiten, wenn ein Nutzen für sie selbst, für ihr Team oder ihr Unternehmen herausspringt. Deshalb müssen die Ausführungen immer mit Beispielen aus der Praxis vermittelt werden.

Powerpoint, Kurzfilme und Erklärvideos

Computerunterstützte Präsentationen verführen dazu, die Zuhörer mit zu vielen Folien bzw. Technik zu überfordern. Das Publikum muss die Chance haben, die präsentierten Inhalte aufzunehmen und zu verarbeiten. Pro Folie sollte eine Aussage (nicht Satz) und eine knackige Überschrift gemacht werden. Schlüsselwörter schaffen zudem mehr Übersicht als ganze Sätze. Als Grundregel gilt, dass eine Folie mindestens 90 Sekunden lang zu sehen sein sollte und auch hier gilt: weniger ist im Zweifel mehr.

Eigene Stärken kennen und gezielt nutzen!

Um sicheres Auftreten auszustrahlen, ist es wichtig, bei den eigenen Softskills zu beginnen. Wie wirke ich auf andere, wie verhalte ich mich in sozialen Situationen und – würde ich mir gern länger zuhören? Es gilt, sich auf das Selbstbild zu konzentrieren, um positive Änderungen herbeizuführen.

Durch Beobachtung und Auswertung der eigenen Stärken und Schwächen wie z.B. Körperhaltung, Stimmlage, Sprechgeschwindigkeit, Gestik usw. können sinnvolle Erkenntnisse gewonnen und bessere Ergebnisse erzielt werden. Oft hilft es, geplante Gespräche oder Präsentationen für sich allein in eine Kamera (eigenes Handy) zu sprechen. Genauso sollte der Umgang mit Hilfsmitteln wie Leinwänden oder Flipcharts geübt werden.

Wieso das richtige Präsentieren lernen?

Wer bei Auftritten vor vielen Menschen selbstsicher, sympathisch und gut informiert wirkt, hat die Selbstpräsentation auch für andere Lebenssituationen bereits perfektioniert und kann mit neuen Situationen und in stressigen Momenten (zum Beispiel Immobilienpräsentation, Neumandate-Akquisitionen etc.) gelassener reagieren.

Wie bereits eingangs erwähnt, sind die eigenen Softkills kennen wie auch ausreichend Übung wichtige Faktoren für ein authentisches und erfolgreiches Präsentieren. Besuchen Sie unseren Tagesworkshop „authentisch und kompetent präsentieren“ in Watt-Regensdorf (Freitag, 12. April 2019). Es gibt viele praktische Tipps wie Pleiten, Pech und Pannen vermieden werden können und wie Sie Ihr Publikum in den Bann ziehen. Ebenso gibt es Tipps gegen Lampenfieber sowie eine Videoanalyse einer kurzen Eigenpräsentation.

Autorin: Karin Blömeke, langjährige Dozentin und Kursverantwortliche

Gerne stelle ich Ihnen kostenlos die wichtigsten Tipps für erfolgreiches Präsentieren zu. Einfach nur eine Email an info@immobilienkurse.ch senden

www.immobilienkurse.ch

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