Immobilien-Marketing nur für Neubauten?

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„Immobilien-Marketing kann nur bei Neubauten eingesetzt werden“.
Diese Bemerkung höre ich immer wieder von meinen Teilnehmern in der Immobilien-Weiterbildung. Selbstverständlich stimmt diese Aussage nicht.
Der Einfluss vom Immobilien-Marketing und die Möglichkeiten sind bei Bestandesbauten zweifelsfrei etwas eingeschränkt, aber sinnvoll ist der Einsatz auf jeden Fall. Leerstände können bei gezieltem Immobilien-Marketing verkürzt bzw. ganz vermieden werden und zudem hat die Immobilien-Vermarktung den positiven Nebeneffekt, dass die Firma ebenfalls an Bekanntheit gewinnt und sich als professionelles Unternehmen positionieren kann.

Immobilien-Marketing eine lebenslange Begleitung
Der ideale Einsatz von Immobilien-Marketing dauert über die ganze durchschnittliche Lebensphase einer Immobilie d.h. über 80 – 100 Jahre. Gerade wenn die Liegenschaften in die Jahre kommen und sich die Vermietung nicht mehr so einfach gestaltet oder ev. eine Renovation oder Erweiterung ansteht, ist der Zuzug von Immobilien-Marketing-Spezialisten angesagt. Diese überprüfen Standort, Preisniveau und die mögliche Zielgruppe und stimmen darauf die Vermarktungs-Instrumente ab. Die Möglichkeiten sind vielfältig und sollten genau auf die Eigenheiten und Situation der Immobilie sowie der vordefinierten Zielgruppe abgestimmt sein.

Vermarktung on- oder offline?
Soll die Vermarktung mit Zeitungsinseraten oder doch besser mit YouTube-Filmen durchgeführt werden? Dies wird grösstenteils durch die Zielgruppe bestimmt, welche angesprochen werden soll. Die Altersgruppe 65+ wird über das Zeitungs- bzw. online-Inserate sicher besser erreicht als über Facebook. Falls aber Käufer für Lofts mit Industrie-Charme gesucht werden, darf das Social Media Marketing auf keinen Fall fehlen. Allerdings sollte hier unbedingt ein Social-Media-Profi hinzugezogen werden.

Fazit: Immobilien-Marketing sollte immer eingesetzt werden, jedoch die Dosierung und die Instrumente verändern sich über die Lebensphase der Immobilie.

Autor: Karin Blömeke, immoberatung.ch

Standort- und Marktanalyse

Weinbergschnecke vor einem weißen Hintergrund

Bei einer Immobilie zählt nur der Standort!

Diese Aussage ist heute glücklicherweise längst überholt. Der Immobilien-Standort hat aber nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert beim Produkt „Immobilien“. Schliesslich lässt sich das eine nicht so einfach vom anderen trennen. Zum Begriff Liegenschaft gehört immer die Immobilie sowie das Grundstück worauf sie die Immobilie befindet.

Es ist wichtig, die gegebenen Standortkriterien der Mikro- und Makrolage zu kennen, um die Standortqualität einschätzen zu können. Die detaillierten Angaben und Auswertungen werden in der Standort-Analyse festgehalten.

Der zweite relevante Punkt ist das Marktumfeld, welches in einer Markt-Analyse erarbeitet wird. Wie entwickelt sich an diesem Standort das Preissegment, wie hoch ist die Bautätigkeit, wie gross sind die Leerstände, wie ist der Trend der Bevölkerungsentwicklung etc.

Aufgrund der Auswertung der Standort- und Markt-Analyse können die  Zielgruppen-Segmente für diesen Standort bestimmt werden. Die genaue Zielgruppen-Bestimmung ist wiederum entscheidend für die Nutzungskonzeption der Immobilie d.h. wie soll das Wohnungsangebot (Wohnungsmix), der Ausbau, die Preise, die Umgebung, die Nebenräume etc. aussehen.

Fazit: Nicht „nur“ der Standort ist wichtig für eine langfristig erfolgreiche Immobilien-Entwicklung. Vielmehr sollte die Immobilie auf diejenige Zielgruppe abgestimmt sein, welche bereit ist, an diesem Standort zu wohnen.

Autor: Karin Blömeke, immoberatung.ch